Laufen macht Spaß,
besser Laufen
macht mehr Spaß!

Isabelle Baumann

 

 L a u f b e r i c h t e

Offenau läuft mit

Bericht im Amtsblatt am 20.5.03 über unser Symposium 
Von Peter Klotz


Auf Initiative des Offenauer Lauftreffs waren am Dienstag mit Herbert Steffny und Charly Doll zwei absolute Größen des Laufsports zu Gast in der Saline. Beide berichteten, moderiert von Stimme - Redakteur Helmut Buchholz sowohl von ihren Erfolgen und Erfahrungen, als auch von der richtigen Ernährung für Ausdauersportler und ganz normale Menschen, die einfach nur gesünder leben wollen. Zum Preis einer Kinokarte wurden dreieinhalb Stunden kurzweilige Information von zwei Spitzensportlern geboten und dazu wurden noch kostenlos Sportlergetränke von Ensinger ausgeschenkt, Campina bot ihre neuesten Produkte an und am Infostand der AOK gab´s auch noch leckere Müsliriegel.
Der locker und witzig erzählende Herbert Steffny ist Diplom - Biologe, Rheinländer, 13-facher deutscher Meister, Olympiateilnehmer und kam als Fitnesstrainer von Außenminister Joschka Fischer in die Schlagzeilen. Der Schwarzwälder Charly Doll ist Küchenmeister in Hinterzarten, er hat unter anderem bei Paul Bocuse gelernt, war Chefkoch der deutschen Skispringer in Salt Lake City und ist Deutschlands erfolgreichster Berg- und Ultralangläufer. Beide sind zwar absolute Profis im Laufsport, verfügen aber über genügend Erfahrungen, um die kleinen Tipps und Tricks auch den Laufanfängern und -fortgeschrittenen nahe zu bringen.
In der sehr gut besetzten Saline waren es denn auch meist begeisterte Freizeitläufer, die sich wichtige Anregungen von den beiden Könnern erwarteten. Sie wurden nicht enttäuscht.
Wie wichtig eine gesunde Ernährung nicht nur für Extremsportler ist, unterstrich Steffny gleich bei der Einführung. 40 Prozent der Bundesbürger haben Übergewicht, sie ernähren sich immer noch wie Schwerarbeiter, bewegen sich aber viel zu wenig. Bei dem meisten steht die Ernährungspyramide auf dem Kopf. Sie essen zu viel Fleisch, Fett, tierische Eiweiße, Salz und Zucker und trinken viel Koffein und Alkohol. Zu kurz kommen die Kohlehydrate, Vitamine, Mineralien, essenzielle Fettsäuren, Faserstoffe und Flüssigkeit. Steffny empfahl neben der Umstellung der Kost auch viel Bewegung ("nicht Wissen ist Macht - handeln ist es!") So schaffte er es auch, dass Außenminister Joschka Fischer innerhalb von 18 Monaten 37 Kilo abnahm und erfolgreich Marathon laufen konnte. Dabei müssen es gar nicht unbedingt solche Herausforderungen sein, Walking oder das neue Nordic Walking mit Stöcken sei weniger belastend für die Gelenke und biete einen fast ebenso großen Kalorienverbrauch.
Allen Läufern schrieb er ins Stammbuch, dass "zu langsam" meist genau die richtige Geschwindigkeit sei. Sich beim Laufen unterhalten zu können sei ein ebenso gutes Zeichen wie eine Pulsfrequenz von 180 minus Lebensalter. Und gerade Freizeitsportler sollten nicht hart trainieren - eher schon viel. Mit einer Fragerunde bei der die Weltklasse - Läufer auch auf die Vorbereitung für den Trollinger Marathon am kommenden Wochenende eingingen wurde der informative Vortrag abgeschlossen. Vom ausgewogenen Wintertraining über die richtige Bergtaktik bis zu Ernährungstipps während des Laufes - Charly und Herbert gingen auf alle Probleme ein und ernteten zum Abschluss einen tosenden Applaus.
Hoffentlich erlebt die Saline noch mehr solche hochkarätig besetzten Veranstaltungen, die das kulturelle Angebot abrunden.

Wichtige Informationen nicht nur für Laufbegeisterte vermittelten Charly
Doll und Herbert Steffny (3. und 4. von links) hier aus dem Bild mit den
beiden Organisatoren Peter Ziegler (links) und Harald Schäfer (rechts),
sowie dem Moderator Helmut Buchholz von der HSt

21.05.2003

© Peter Ziegler 2004

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